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Veranstaltungsreihe

Seit Jahren erschrecken Nachrichten über den Rückgang der Bienenvölker die Öffentlichkeit. Doch dabei handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs. Nicht nur ein gravierendes Insektensterben ist in vollem Gange, sämtliche Kleintiere am und unter dem Boden sind betroffen. Selbst, wenn sie nicht wie die Fluginsekten für die Bestäubung der Pflanzen sorgen, sind sie für die Nahrungskette unverzichtbar, denn sie organisieren durch permanente unterirdische Grabungen allererst die Fruchtbarkeit des Bodens. Werden sie aber als Ungeziefer systematisch mittels Chemikalien dezimiert und ihrer Lebensräume durch eine anhaltende Versiegelung von Flächen zunehmend beraubt, können sie diese Fertilität immer weniger gewährleisten.

Wissenschaftler*innen und Künstler*innen haben sich zusammengetan, um unser Verhältnis zu diesen Critters, diesen unter- und oberirdischen Wesen, in einer Performance zu beleuchten. Musikalisch, tänzerisch, performativ und diskursiv nähert sich das Ensemble einer fremden Welt direkt unter unseren Füßen und stößt dabei auf überraschende Beziehungen zwischen den wirbellosen Erdbewohnern und unserer eigenen Spezies, die schon Charles Darwin verblüfften.

Mit von der Partie sind der Bassist Kevin Mooney, der einst in der – nomen est omen –legendären Formation >Adam and the Ants< spielte, der Straßenschauspieler Peter Trabner, der international bekannte Tänzer Ziv Frenkel und der Conférencier Göhkan Çalışkan. Die Formation wird durch Expert*innen aus den Reihen der Wissenschaft ergänzt, die über die neuesten Entwicklungen bezüglich des Bodens und seiner Geschöpfe informieren.

Mit
Göhkan Çalışkan
Ziv Frenkel
Kevin Mooney
Peter Trabner
und Gästen aus der Wissenschaft 

Konzept
Frank Raddatz

Szenische Einrichtung
Frank Raddatz & Vincent Burckhardt

Filmmusik
David Rimsky-Korsakow

Mit Videoaufnahmen aus der Virtual-Reality-Welt „Abenteuer Bodenleben“ des Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.  

02.07.2021

20:30

Wissensstadt Berlin

Platz vor dem Roten Rathaus, 10178 Berlin-Mitte

19. & 20.08.2021

20:00 Uhr

Open Humboldt Festival

Campus Nord, Humboldt-Universität zu Berlin, 10115 Berlin-Mitte

27.08.2021

18:00 Uhr

Umweltbundesamt in Dessau

Wörlitzer Pl. 1, 06844 Dessau-Roßlau

30.09.2021

Robert Bosch Postdoc Academy for Transformational Leadership

Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstaltungsreihe

Mit dem neuen Erdzeitalter des Anthropozäns beginnen sich die ökologischen Parameter zu verschieben. Nichts von dem, was in Bezug auf das Klima, die Fauna und Flora selbstverständlich schien, ist es heute mehr. Diese Veränderung der Rahmenbedingungen macht den Wald zum tragischen Protagonisten der Stunde. Der weltweite Klimawandel betrifft alle noch so unterschiedlichen Wälder der Erde und zieht sie zu einem globalen Katastrophenszenario zusammen. Immer wieder berichten die täglichen Nachrichten von verheerenden Bränden, ein Feuerring in Afrika, wird von Brandmeldungen im Amazonasgebiet abgelöst, auf den gewaltigen Buschfeuer in Australien folgen. 

Die szenische Lesung REQUIEM FÜR EINEN WALD wendet sich der Kulturgeschichte zwischen Menschen und Wäldern zu. Schon der älteste erhaltene Text der Weltliteratur, das Gilgamesch-Epos der Sumerer erzählt von einem erbitterten Kampf zwischen Wald und Mensch. Die nordische Edda weiß, dass wenn Yggdrasil der Weltenbaum zu Grunde geht, auch das Menschengeschlecht seinem Ende entgegensieht. In Heiner Müllers Hydra kämpft der Jäger gegen einen Wald, der zugleich ein Untier ist. In allen diesen Entwürfen ist der Wald niemals nur Objekt, sondern immer auch Akteur. Der frühe amerikanische Naturschützer John Muir hatte eine Antenne für die Individualität der Baumarten, in dem 2019 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten „Baum“-Roman „Die Wurzeln des Lebens“ von Richard Powers spricht eine Wissenschaftlerin mit einem Mammutbaum und dankt ihm. Im Traumwald erfrieren die Tiere, wenn wir nicht mehr die Kraft aufbringen, in ein lebendiges Verhältnis zum Wald und seinen Bewohnern zu treten. Auch andere Kulturkreise wissen, dass man nur das verteidigen und lieben kann, was man kennt und erklären den Baum zum Sehnsuchtsort. 

Zum Profil des Theaters des Anthropozän gehört es, sich sowohl mit poetischen Sequenzen wie mit wissenschaftlichen Betrachtungsweisen den ökologischen Themen und Motiven anzunähern. Daher stehen neben renommierten Schauspielern auch Vertreter und Praktiker der Forschungsinstitute auf der Bühne. Während Antje Boetius, die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Trägerin des Deutschen Umweltpreises 2018, den Wald, seine Bildung und Funktion aus erdgeschichtlicher Sicht erläutert, spricht Katrin Möller vomLandeskompetenzzentrum Forst Eberswalde über die aktuelle Gefahrenlage der Wälder. Der Abend begibt sich erdgeschichtlich wie literarisch, vertikal wie horizontal auf eine Reise, um eine verwandelte Sicht auf den Wald als lokalen wie globalen Akteur freizusetzen und damit das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt neu zu begründen

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Publikumsgespräch statt.

Schauspieler
David Bennent
Claudia Burckhardt
Kevin Mooney
Meiting Shi
Leopold von Verschuer

Bühne
Mark Lammert

Konzept
Antje Boetius
Frank Raddatz

Szenische Einrichtung
Frank Raddatz

Mit Gästen aus Wissenschaft und Forstwesen
Prof. Dr. Antje Boetius 
Dr. Katrin Möller  

Sa.

07.03.2020

20:00 Uhr

Tieranatomisches Theater

Philippstraße 13, 10115 Berlin-Mitte, Humboldt-Universität zu Berlin

Sa.

18.04.2020

20:00 Uhr

Tieranatomisches Theater

Philippstraße 13, 10115 Berlin-Mitte, Humboldt-Universität zu Berlin

Sa.

06.06.2020

20:00 Uhr

Tieranatomisches Theater

Philippstraße 13, 10115 Berlin-Mitte, Humboldt-Universität zu Berlin

Do

08.10.2020

18:00 Uhr

GASTSPIEL: Postdoc Academy for Transformational Leadership

Digitale Veranstaltung

Fr.

09.10.2020

20:00 Uhr

Tieranatomisches Theater

Philippstraße 13, 10115 Berlin-Mitte, Humboldt-Universität zu Berlin

Do.

15.10.2020

20:00 Uhr

GASTSPIEL: Webplattform Kultur und Nachhaltigkeit. Ein kreativer Austausch in Europa

Digitale Veranstaltung

Sa.

17.10.2020

19:00 Uhr

GASTSPIEL: Silbersalz Science & Media Festival

Konzerthalle Ulrichskirche, Christian-Wolff-Straße 2, 06108 Halle (Saale)

Sa.

24.07.2021

10:30 Uhr

GASTSPIEL: Guten-Morgen-Eberswalde

Forstbotanischer Garten, Schwappachweg 15, 16225 Eberswalde

Fr.

22.10.2021

19:00 Uhr

GASTSPIEL: Thementage Anthropozän

Langes Haus, Karpfsee 12, 83670 Bad Heilbrunn

Veranstaltungsreihe

Die Folgen des menschengemachten Klimawandels sind bereits allgegenwärtig sicht- und spürbar. Sie reichen von der Erwärmung und Versauerung der Ozeane über das Abschmelzen der Polkappen und dem Anstieg des Meeresspiegels bis hin zum vielfältigem Artensterben, einschließlich der Existenzgefährdung des Menschen durch Naturkatastrophen, Pandemien, Flucht und Migration. Die Herausforderungen, vor die die Menschheit damit gestellt wird, lassen sich nur bewältigen, wenn Staaten über nationale Grenzen hinweg gemeinsam agieren und sich über einen engeren Kreis an wissenschaftlichen Fachleuten und engagierten Aktivist*innen ein Problembewusstsein in der Gesellschaft etablieren kann.

Die chinesisch-deutsche Online-Dialogreihe „Me(er)tamorphosen“ lädt Wissenschaftler*innen und Künstler*innen beider Länder ein, grenzüberschreitend und interdisziplinär über die vielfältigen Herausforderungen und Chancen des anthropozänen Paradigmenwechsels ins Gespräch zu kommen. Der „Protagonist“ dieser internationalen Dialogreihe ist das Wasser in seinen verschiedenen Aggregatzuständen. Wasser ist der unverzichtbare und zugleich höchst wandelbare Rohstoff des Lebens, der in Form von Eis und Schnee Landschaften formt und dem Planeten in Gestalt von Flüssen, Seen oder Meeren eine unverwechselbare Signatur verleiht. Die Lebenswelt des Wassers inspiriert die Kunst, schlägt sich in den großen Seefahrergeschichten durch die Jahrhunderte nieder und regt als Stoff das Denken der Philosophie an. Während der Vorsokratiker Thales von Milet im Wasser „Ursprung und Prinzip aller Dinge“ erkannte, schrieb Laozi diesem Element das Prinzip der „höchsten Güte“ zu, das „allen Wesen nützt ohne Streit“. Das Wasser wird so zum Träger philosophischer Einsichten, welche westliches und östliches Denken sowohl differenzieren als auch verbinden. 

Die Veranstaltungsreihe, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst ansetzt, wurde gemeinsam vom „Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg“ der Tongji Universität Shanghai und dem „Theater des Anthropozän“ der Humboldt-Universität zu Berlin initiiert. Projektpartner sind u.a. das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung, der DAAD und die Theaterakademie Shanghai.

Sa.

10.10.2020

10:00 Uhr

Eröffnung: Von Mensch und Meer

Digitale Veranstaltung

Sa.

14.11.2020

10:00 Uhr

Das Wissen des Wassers / Die literarische Seefahrt

Digitale Veranstaltung

Sa.

12.12.2020

10:00 Uhr

Wasser - Die Ressource des Lebens
Globale Herausforderungen und lokale Lösungsansätze

Digitale Veranstaltung

Sonderveranstaltung im Rahmen des Lausitz Festivals

Was haben Dinosaurier, die Lausitz und US-amerikanische Tabakwerbung miteinander zu tun? Die musikalische Lecture-Performance “How to Fake a Meteor: Das Spiel mit den planetarischen Parametern” erforscht den Zusammenhang zwischen Ästhetik und Ökologie und spannt dabei nicht nur eine Brücke vom Mesozoikum ins Heute, sondern auch vom Lokalen ins Globale. Die Veranstaltung ist Teil des Lausitz Festivals.

Mit 
Anita Iselin
Kevin Mooney
Frank Raddatz
Meiting Shi 
 
Text und Regie
Frank Raddatz
 
Musik
Kevin Mooney

Sa.

03.10.2020

19:30 Uhr

Neue Bühne Senftenberg

Theaterpassage 1, 01968 Senftenberg

So.

04.10.2020

18:00 Uhr

Neue Bühne Senftenberg

Theaterpassage 1, 01968 Senftenberg

Neujahresempfang der Humboldt-Universität zu Berlin

Lesung und Performance zum Neujahrsempfang der Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin.

Mit
Hannah Blank
Claudia Burckhardt
Alex Gerner
Marvin Münstermann
Cristoph Schneider
Sonnhild Trujillo 
Leopold von Verschuer 

Szenische Einrichtung
Frank Raddatz

Di.

11.02.2020

18:00 Uhr

Senatssaal

Unter den Linden 6, 10117 Berlin-Mitte, Humboldt-Universität zu Berlin

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